Warum die Ladezeit einer Webseite so wichtig ist

  • Warum schnelle Ladezeiten wichtig sind © alonesdj – stock.adobe.com

Soll die Performance einer Website getestet werden, dann denken viele zunächst an Google PageSpeed Insights. Dieser Test schlägt Möglichkeiten zur Optimierung einer Webseite vor. Was dieser Test bisher nicht getan hat, ist die Messung der Ladezeit. Wenn der Googlebot eine Webseite crawlt, zählt für diesen die Ladezeit und nicht, wie viele Punkte man bei PageSpeed Insights bekommen hat. Sich nur auf Noten und Scores zu konzentrieren, ist reine Zeitverschwendung. Kaum eine Website bekommt einen perfekten PageSpeed Score, dieser ist unglaublich schwer zu erreichen. Man sollte auch nicht jeden Vorschlag buchstäblich nehmen, da diese oft unrealistisch oder sogar unmöglich umzusetzen sind. Mein Highlight bei den Vorschlägen ist das Browser Caching für Dateien, die gar nicht im eigenen Einflussbereich liegen. Ja, ich meine dich, analytics.js! Der Test hilft dabei, grobe Fehler bei der Optimierung aufzudecken. Werden diese behoben, sorgt das auch gleichzeitig für eine schnellere Webseite. Es sollte in jedem Fall Zeit in die Optimierung fließen, da die Ladegeschwindigkeit einer der wichtigsten Faktoren einer erfolgreichen Website ist. Am besten lässt sich die Geschwindigkeit mit dem Pingdom Website Speed Test analysieren.

Vorteile kurzer Ladezeiten

Man verliert keine Besucher

Laut einer Umfrage von Akamai und Gomez.com, erwarten fast die Hälfte aller Nutzer, dass eine Webseite innerhalb von 2 Sekunden geladen wird. Ist eine Seite nicht in 3 Sekunden geladen, springen potentielle Besucher ab!

Verbesserte UX und höhere Conversions

In erster Linie geht es um die Verbesserung der User Experience (kurz UX). Niemand mag lange Wartezeiten. Ist eine Website schnell, werden im Schnitt in einer Sitzung mehr Seiten abgerufen und dadurch steigt auch die Chance auf Conversion.

Die Ladegeschwindigkeit ist ein Rankingfaktor

Schnelle Websites steigern die Verweildauer der Besucher und dadurch auch die Relevanz. Davon abgesehen, ist die Ladegeschwindigkeit als isolierter Faktor schon seit 2010 einer der vielen Rankingfaktoren von Google.

Warum ist meine Website langsam?

Der häufigste Grund für langsame Webseiten sind zu große Bilder, nicht minifizierte Stylesheet und JavaScript Dateien und eine nicht vorhandene Komprimierung durch gzip. Wurde eine Website gar nicht optimiert, können die Ladezeiten durch verschiedene Kriterien teils um 200 – 300 % erhöht werden.

Effektive Maßnahmen umfassen:

  • Optimierung der Bildgrößen
    • kann auf Transparenz verzichtet werden, zum Beispiel keine PNG sondern JPG Dateien abspeichern
    • Die Maße hochauflösender Bilder vor dem hochladen anpassen
    • Bei Logos und einfachen Icons oder Grafiken auf SVG setzen
  • Aktivierung von Gzip, um die Größe aller vom Server geschickten Dateien zu verringern
  • Kombinieren von Stylesheet und JavaScript Dateien um die HTTP-Anfragen zu reduzieren
  • Minifizierung von Stylesheet und JavaScript Dateien
  • Minifizierung des HTML Codes
  • Nutzen eines Cache-Systems (Der Besucher bekommt eine vorher erstellte statische HTML-Version der jeweiligen Webseite ausgeliefert. Die Seite muss also nicht mehr serverseitig gerendert werden)

Setzt man all diese Maßnahmen um, ist der Unterschied gewaltig!

Gibt es ein WordPress Plugin?

Nutzt man WordPress, muss man nicht lange nach einem Caching Plugin suchen. Ein sehr gutes und kostenloses Plugin ist “WP Fastest Cache”. Das Plugin bietet sehr übersichtliche Einstellungsmöglichkeiten und der Cache wird automatisch geleert, sobald eine Seite oder ein Beitrag erstellt, gelöscht oder gespeichert wird. Alle oben genannten Maßnahmen können in der kostenlosen Version aktiviert werden. Nach Aktivierung des Cache-Systems sollte man seine Website aber noch einmal anständig auf ihre Funktion testen. Werden zum Beispiel Styles oder Skripte asynchron geladen, kann es unter Umständen zu Problemen kommen. Die Premium Version habe ich noch nicht getestet, steht aber auf dem Plan! Sobald ich mir das genau angesehen habe, ergänze ich meinem Beitrag.

Bei bezahlten Plugins habe ich noch “WP Rocket” im Auge. Auch hier kann ich mehr schreiben, wenn ich das Plugin getestet habe. Kostenpunkt für die Premium-Variante von “WP Fastest Cache” liegt bei $49,99 (Einmalzahlung) und bei “WP Rocket” sind es $39 pro Jahr (danach kann das Plugin weiter genutzt werden, aber Updates und Support fallen weg).

Von |2018-11-13T14:33:27+00:0019. Oktober 2018|

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