WordPress 5 – Der Gutenberg Editor

  • WordPress 5 - Gutenberg Editor

An Nikolaus wurde WordPress 5.0 veröffentlicht und mit diesem Major Update kam auch der hauseigene Block Editor Gutenberg (womit der TinyMCE-Editor abgelöst werden soll). Möchte man diesem aus dem Weg gehen, hilft nur die Installation des “Classic Editors” (kann als Plugin aktiviert werden). Genau hier beginnt das Problem. Aus meiner Sicht hätte man es grundsätzlich andersrum machen sollen. Die Anzahl der aktiven Installationen des Gutenberg Editors fällt zunehmend, während der Classic Editor mittlerweile über 1 Million mal aktiviert wurde. Die Entscheidung, seinen Benutzern den neuen Editor aufzuzwingen, hat für viel negative Kritik aus der Community gesorgt. Gutenberg wäre als optionales Plugin deutlich besser gefahren. Dann hätte der neue Editor aber womöglich keine Beachtung erlangt.

WordPress’ next big thing

Laut WordPress Initiator Matt Mullenweg ist Gutenberg mehr als ein Editor. Es soll den Benutzern das Blöcke-Konzept vorstellen und die WordPress Erfahrung vereinfachen. Nur sind weder die Blöcke eine revolutionäre Neuerung, noch wird dadurch die Experience vereinfacht. Für viele die sich an den alten Editor gewöhnt haben, wird der Prozess eher verkompliziert. Viele Websites basieren außerdem heute schon auf umfangreichen Block Editoren die mit einem Template zusammen geliefert wurden. Diese werden dann aber hauptsächlich von Agenturen genutzt, um eine Website zu bauen. Die wenigsten Kunden möchten sich durch einen Block-Editor kämpfen oder sich mit der Materie auseinandersetzen, um Inhalte eigenständig zu pflegen.

A common misconception about Gutenberg is it’s just an editor. […] Gutenberg is really about introducing this concept of blocks that can simplify the WordPress experience throughout things. It’s going to cover writing, editing and customization.
– Matt Mullenweg

Für wen ist der Editor eigentlich gedacht?

Benutzen Agenturen sogenannte Page-Builder aus bekannten Multi-Purpose Themes, wird Gutenberg nicht gebraucht. Ist man hauptsächlich Blogger, könnte der Editor in Zukunft vielleicht interessant werden. Derzeit wirkt Gutenberg aber unübersichtlich und ist aus meiner Sicht auch alles andere als intuitiv zu bedienen.

Will man einen Block-Editor benutzen, gibt es Third-Party Editoren wie Page Builder von SiteOrigin, die zum jetzigen Stand deutlich einfacher zu bedienen sind und den Benutzern auch viel mehr Blöcke zur Verfügung stellen (mit der Zeit soll aber auch Gutenberg deutlich mehr bekommen). Die Idee hinter dem neuen Editor ist sicher nicht verkehrt. Das jetzt veröffentlichte Tool wirkt aber noch lange nicht ausgereift. Es gibt Bugs, teilweise zerschießt es Seiten und sorgt für allerhand Frustration bei der Bearbeitung. Bugfixes gibt es derzeit mit fast jedem Minor Update. Aus erster Hand weiß ich, dass ein Umstieg auf Gutenberg sehr gewöhnungsbedürftig ist und oft nach kurzer Anlaufzeit wieder zum klassischen Editor gewechselt wird, da der “Classic Editor” für das Erstellen einfacher Blogbeiträge völlig ausreichend ist.

Von |2019-01-17T00:03:08+00:0025. Dezember 2018|

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